SaarowMarina 
 

Hafenbenutzungsordnung

für die Sportboothäfen und Steganlagen der SaarowMarina in Bad Saarow

1. Geltungsbereich
Diese Hafenbenutzungsordnung gilt für alle Häfen der SaarowMarina, Stegbereiche und für dazugehörende technische Anlagen und Gebäude der Häfen.

2. Zweckbestimmung
Die Hafenanlagen der SaarowMarina dienen dem vorübergehenden oder längerfristigen Festmachen von Sportbooten im Wasser. Eine kommerzielle Nutzung der Bootsliegeplätze ist grundsätzlich ausgeschlossen.
Ausnahmen werden auf Antrag durch die Geschäftsführung der SaarowMarina/ Scharmützelsee Schifffahrtsgesellschaft mbH entschieden.

3. Hafenaufsicht
Die SaarowMarina übt das Hausrecht an ihren Hafenanlagen und deren technischen Anlagen sowie den Stegbereichen aus. Der Hafenmeister oder sonstige vom Geschäftsführer der Scharmützelsee Schifffahrts GmbH beauftragte Dritte haben das Recht, die Einhaltung der Hafenbenutzungsordnung zu überprüfen und gegebenenfalls durch geeignete Maßnahmen für deren Durchsetzung Sorge zu tragen.

4. Zuweisung von Liegeplätzen

  • Die Liegeplätze vermietet die SaarowMarina längstens für die Dauer von 5 aufeinander folgende Saisons. Ein Anspruch auf einen bestimmten Liegeplatz besteht nicht.
  • Vorübergehend freistehende Liegeplätze stehen grundsätzlich unangemeldeten Bootseignern als Gastliegeplätze zur Verfügung und werden vom Hafenmeister zugewiesen.
  • Die Nutzung eines Liegeplatzes setzt den Abschluss eines Mietvertrages mit der SaarowMarina voraus. Dauerliegeplätze (mehr als 4 Wochen Liegezeit) werden auf Antrag bei der SaarowMarina entsprechend den vom Antragsteller angegebenen Abmaßen des jeweiligen Bootes und der beantragten Liegezeit zugewiesen.
  • Eine Weitervermietung von Bootsliegeplätzen durch Mieter an Dritte ist nicht gestattet.


5. Allgemeine Verpflichtung für die Liegezeit

A: Es besteht die Pflicht:

  • unverzüglich nach der erstmaligen Einnahme des zugewiesenen Liegeplatzes die Boote anzumelden. Adressenänderungen, Aufgabe des Liegeplatzes, Eignerwechsel und Bootswechsel sind unverzüglich anzuzeigen. Das Verlassen des Hafens für mehr als 36 Stunden ist dem Hafenmeister mitzuteilen sowie nach Rückkehr wieder anzumelden.
  • die Boote sind so festzumachen, dass sie den elementaren Regeln der Seemannschaft entsprechen und sich weder losreißen noch Schäden oder Verkehrsbehinderungen hervorrufen können
  • die Boote so abzufedern, dass auch bei engen Liegeplätzen Berührungen mit Nachbarbooten vermieden werden
  • die Boote entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen zu kennzeichnen
  • das Boot Haftpflicht zu versichern
  • zur Entsorgung von Bootstoiletten bzw. anderen Abwässern nur die dafür vorgesehenen Entsorgungseinrichtungen im Bereich der Hafenanlagen zu benutzen
  • Bilgenwasser an der dafür vorgesehenen Abpumpstation zu entsorgen
  • die sanitären Anlagen sowie Grillplätze nach Benutzung in sauberem Zustand zu hinterlassen. Bei Funktionsstörungen oder entstandenen Schäden ist der Hafenmeister zu informieren.
  • die Betankung der Boote mit äußerster Sorgfalt unter Verwendung geeigneter Materialien vorzunehmen, so dass kein Treibstoff oder andere gefährdende Stoffe in das Wasser gelangt. Bei voller Besonnung ist das Betanken der Boote untersagt.
  • die Rechtsvorschriften für die Benutzung der Bundeswasserstraße Storkower Gewässer einzuhalten

 
B: Es ist untersagt:

  • im Hafen zu baden, zu surfen, mit Wasserfahrzeugen länger als zum Ein- und Auslaufen notwendig im Hafenbecken zu fahren, im Hafenbecken und von den Hafenanlagen aus zu angeln und zu senken sowie Wassertiere zu füttern. Treppen, Fußabtreter und sonstige Hindernisse sowie Namensschilder oder andere Kennzeichen an den Steganlagen anzubringen.
  • Lärm jeglicher Art zu verursachen, der zur Belästigung anderer Hafenbenutzer führt
  • die Sanitäranlagen in Begleitung von Tieren zu betreten
  • Motore laufen zu lassen, wenn dies nicht unmittelbar zur Fortbewegung des Bootes dient
  • feste und flüssige Stoffe in das Hafenbecken zu leiten
  • auf andere als dafür vorgesehene Flächen und entsprechend gekennzeichneten Flächen zu grillen
  • Zelte oder ähnliche Behausungen aufzubauen
  • Gegenständer jeder Art auf den Brücken und Steganlagen abzustellen, soweit dies nicht zum Be- und Entladen der Boote notwendig ist
  • auf dem Landbereich Beiboote, Surfbretter, Luftmatratzen oder ähnliches zu lagern
  • Fahrräder an Bäumen oder technischen Anlagen des Hafens zu befestigen
  • Reparaturen an Booten, Segeln und Motoren im Hafenbereich durchzuführen. Ausgenommen davon sind Kleinreparaturen zur unmittelbaren Schadensbeseitigung, wenn sie die übrigen Nutzer weder gefährden noch belästigen oder Verunreinigungen im Hafen und an den Hafenanlagen verursachen.


C: Behandlung von Abfällen und Müll

Jeder Hafenbenutzer ist verpflichtet, zur Müllreduzierung beizutragen. Insbesondere sind folgende Punkte einzuhalten bzw. zu berücksichtigen:

  • Es ist untersagt, Abfälle, Verpackungen und sonstige Gegenstände in das Hafenbecken zu werfen, Öl und Abwasser in das Hafenbecken abzulassen und Boote mit Waschmittel, Seifenzusätzen und Frisch-/Trinkwasser zu waschen.
  • Abfälle und Müll sind zu sortieren und wie folgt zu lagern:
  • Wertstoffe in den gelben Sack
  • Pappe und Papier in die dafür bereitgestellte Mülltonne
  • Glas in die örtlich bereitgestellten Behälter (Parkplatz Silberberger Str.)
  • Hausmüll – und nur DIESER – kommt in die Mülltonne.
  • Sperrmüll und Sonderabfall wird in den Heimatorten entsorgt.


D: Verhalten in der Natur

  • Alle Benutzer der Sportboothafenanlagen der SaarowMarina kennen die zehn goldenen Regeln für Wassersportler und richten sich danach. Sie sind Bestandteil der Hafenordnung.
  • Alle Benutzer der Sportboothafenanlagen der SaarowMarina respektieren andere Wassersportler und unterstützen sie bei der Ausübung ihres Sports.


6. Verstöße gegen die Hafenbenutzerordnung
Bei Verstößen gegen die Hafenbenutzungsordnung kann der Hafenmeister auf Kosten des Verursachers die durch die Verstöße hervorgerufenen Störungen und Schäden beseitigen lassen und das unverzügliche entschädigungslose Verlassen des Hafens beantragen.

7. Maßnahmen zur Gefahrenabwehr

  • Der Hafenmeister ist berechtigt, in Fällen von Gefahr für die Hafenanlage deren Nutzern mit Booten ihm geeignet erscheinende Maßnahmen zur Abwehr von Schäden zu ergreifen. Dabei entstehende Kosten gehen zu Lasten des Verursachers.
  • Eine Verpflichtung des Hafenmeisters, tätig zu werden, wird hierdurch nicht begründet.
  • Jede Beschädigung oder missbräuchliche Benutzung der Sicherheitseinrichtungen, Feuerlöscher und Rettungsringe ist zu unterlassen.


8. Haftung
Die Hafenbenutzer haben für alle Schäden einzustehen, die sie oder ihre Beauftragten an den Hafenanlagen und den dort befindlichen Nebenanlagen verursachen. Zu den Schäden gehören auch Verschmutzungen.

9. Haftungsbeschränkungen
Die SaarowMarina haftet nicht:

  • für Diebstahls-, Einbruchs-, Wasser-, Eis-, Feuer- oder Explosionsschäden
  • für Schäden, die durch höhere Gewalt oder durch Eingriffe von Behörden entstehen
  • für Schäden bei Hilfeleistungen, zu denen sie nicht verpflichtet ist
  • Die Haftungsbeschränkungen gelten nicht, wenn die Schäden auf vorsätzlichem oder grob fahrlässigem Handeln von Beauftragten der SaarowMarina bzw. des Hafenmeisters beruhen.
  • Die SaarowMarina haftet nicht für Ansprüche Dritter, die aus Handlungen der Hafenbenutzer resultieren.


10. Inkrafttreten/Veröffentlichung

  • Die Hafenordnung tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft.
  • Die Hafenbenutzerordnung wird Bestandteil des Mietvertrages. Gastlieger erkennen die Hafenbenutzerordnung mit Anlegen in den Hafenanlagen an.
  • Die Hafenbenutzerordnung wird für jeden zugänglich im Schaukasten der SaarowMarina Fontanepark und an der Infowand am Sanitärgebäude öffentlich ausgehängt. Weitere Exemplare liegen in den Geschäftsräumen der SaarowMarina und der Scharmützelsee Schifffahrts GmbH zur Einsicht aus.


Guido Haß Geschäftsführer
Scharmützelsee Schifffahrts GmbH
Bad Saarow, den 01.04.2017